bite my tongue

bite my tongue ist ein feministisches Kollektiv, das sich zusammenschloss um gemeinsam Kunst zu machen. bite my tongue möchte persönliche Lebenswelten sichtbar machen und die gesellschaftlichen Bedingungen ergründen unter denen diese Lebenswelten entstehen. bite my tongue ist ein Versuch gemeinsam zu erfahren, zu schreien, zu schreiben, zu fragen und vor allem: gemeinsam darzustellen. Denn: Körper lügen nicht.
Wir verstehen uns als ein Netzwerk, das aus festen Mitgliedern, aber auch losen Partnerschaften besteht. Da für uns die Arbeit in einem Frauen*kollektiv ein wichtiges Anliegen ist, besetzen wir die leitenden Positionen in den einzelnen Projekten ausschließlich weiblich*.

 

© Eike Walkenhorst
Johanna Pigors schreit nach Formen und Inhalten statt Egos, sowie nach neuen Strukturen im Kulturbetrieb. Die Hoffnung schwankt, aber hält sich aufrecht. Irgendwo muss es doch stecken, und dann bitte doch auch in der Kunst. Nach zwei Jahren als Regieassistentin im Spielfilm sucht sie jetzt nach eigenen Arbeits- und Ausdrucksformen, die in kritischer Reflexion zu Machtstrukturen stehen. Zur Zeit liegt ihr Fokus auf der Untersuchung von Identitätskonstruktionen und feministischen Fragen, dabei erkundet sie vielfältige Formen. Gerade noch so ist sie Studentin der Film- und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, arbeitet aber hauptsächlich als freischaffende Filmregisseurin und Videokünstlerin. In den letzten Jahren realisierte sie experimentelle und dokumentarische Kurzfilme in Deutschland und Argentinien. Zwar bleibt ihr Herz wohl immer ein bisschen mehr beim Film, aber die Rückkehr zur Theaterpraxis für WAS NUR MIR GEHÖRT. nach einer langen Theaterabwesenheit macht sie sehr glücklich. Ein feuchtfröhliches Hoch auf die Verbindung von Außen und Innen.
© Eike Walkenhorst
Stefanie Hauser lebt und studiert in Leipzig (M.A. Dramaturgie). Die letzten fünf Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Berlin und sammelte neben dem Bachelorstudium der Kulturarbeit (Fachhochschule Potsdam) praktische Erfahrungen, bei denen sie sich auf eine wilde Mischung konzentrierte: Von Ausflügen in den Stadttheaterbetrieb (Staatstheater Mainz und Staatstheater Wiesbaden), über kuratorische Tätigkeiten (u.a im Ausstellungsbüro beier+wellach projekte) und eigene Produktionen in der freien Szene. Dramaturgie ist für sie mehr eine Herangehensweise an künstlerische Schaffensprozesse als eine konkrete Berufsform. So schreibt und liest sie auch selbst (u.a. als regelmäßiger Gast bei der Lesereihe “Prost und Prosa” in Berlin sowie den Text für WAS NUR MIR GEHÖRT.) und feiert nun gemeinsam mit Johanna Pigors ihr Regiedebüt. Was all die unterschiedlichen Ausdrucksformen verbindet ist ihr Interesse an bestimmten Inhalten (Feminismus, Transformationsprozesse in der Gesellschaft) und die Frage nach einem Ausdruck, der Ästhetik und politischen Aufschrei gleichermaßen verbindet.
© Eike Walkenhorst
Am Anfang war da nur der Wunsch “irgendwas” mit Kultur zu machen. Durch ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Museum für zeitgenössische Kunst lernte Pauline Junginger, dass ihre romantischen Vorstellungen vom Kulturbetrieb nichts mit der Realität zu tun hatten. Trotzdem hielt sie an ihrem Wunsch fest und studierte für vier(einhalb) Jahre Kulturarbeit in Potsdam und in Amsterdam. Ihr generelles Unwohlsein mit bestimmten Strukturen wurde durch die Auseinandersetzung mit der Frauen- und Geschlechterforschung ein wenig gelindert, indem diese ihr Werkzeuge zur Hand gab, um dieses Unwohlsein zu verstehen. Inzwischen ist sie Studentin der Europäischen Medienwissenschaft und bewegt sich seit einiger Zeit sehr aktiv in queer-feministischen Kontexten. Für WAS NUR MIR GEHÖRT. ist sie hauptsächlich für die Produktion zuständig.